Yoga - Zensportschule

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AYUR – YOGA in der Zensportschule
  
Willkommen !
Verschiedene gelehrte Meditationspraxen sind hilfreiche Werkzeuge, um Meditation als solche zu erfassen und erkennen zu lernen, sein eigens Potential
zu fordern und zu fördern.
Yoga als einen Weg nach Innen zu erfahren und seine wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Seele schätzen zu lernen.
Yoga als Alltagshilfe, im Leben für mehr Wohlbefinden, Gesundheit und Ausgeglichenheit fördern Zufriedenheit , Mitmenschlichkeit und Bewusstsein.

Yoga und Kampfsport erscheint auf den ersten Blick ein Gegensätzliches zu sein, jedoch bei genauerer Betrachtung und Ausführung der Übungen durch das eigene Erleben, der Wirkung auf Körper, Geist und Seele eröffnet sich für den Übenden die Erkenntnis der gemeinsamen Wurzeln. Thomas Aebischer

Die natürliche Gemeinsamkeit der körperlichen wie geistigen Übungen von Yoga & Kampfkunst wird durch die Philosophie des AYUR-Yoga (dem Übenden angepasstes Yoga) für Jung und Alt , Frau und Mann bestätigt, eine individuelle Möglichkeit zu bietet innere Harmonie, Gesundheit und Wohlbefinden in ihr Leben und ihren Alltag einfliessen zu lassen.

In Berührung und Genuss der ersten Yogaübungen, kam ich im Alter von 17 Jahren aufgrund Rückenproblemen, dank eines aufmerksamen Schülers des Herrn Selvarajan Yesudian (ein indischer Yoga-Pionier in der Schweiz und Europa) erlebte ) erfühlte ich erstmalig die wohltuenden Yoga-Übungen, welche ich bis heute praktiziere.

Durch die Erkenntnisse von 35 Jahren Kampfkunst (Karate, Taekwondo, Boxen, Kickboxen, Thaiboxen und viele Wettkämpfe ) entschloss ich mich mein Wissen mit einer fundiert Yogalehrerausbildung zu erweitern, um meine körperlichen, emotionellen & mentalen Erfahrungen effizient und ganzheitlich den Übenden im Sinne der Mitmenschlichkeit, dem Respekt gegenüber allem Lebenden und dem gesellschaftlichem Wohlbefinden und Entwicklung der individuellen Freiheit zu unterstützen und zu fördern.
Hervorheben möchte ich die gesund Erhaltung des Rückens/Wirbelsäule, die grosse Wirkung der richtigen Atmung und im Geistigen/Mentalbereich die Kunst des lebendigen Denkens.
  


Was ist Yoga:
  
Es ist ein uralter Wunsch des Menschen, Leiden zu vermeiden und Frieden zu leben. Dieser Wunsch bildet die Motivation für viele seiner Bemühungen. Die Ratio richtet Gedanken und Taten ebenso auf das gewünschte Ziel wie der Glaube. Die Grenze zwischen Ratio und Glaube ist eine Grauzone, sie können sich als zwei Seiten der selben Münze erweisen, beide haben grossen Nutzen, sie scheitern jedoch, wenn es um Antworten auf sehr tief gehende Fragen geht, weil sie beide ihre Wurzeln nicht im Kern unseres Bewusstseins haben.
Allein die eigene unmittelbare Erfahrung kann uns genaue Antwort auf wesentliche Fragen geben .
Eine grosse Herausforderung für den Lernenden, die Stimme aus dem tiefsten Kern unseres Bewusstseins von der lauten Sprechweise der Ratio und des Glaubens zu unterscheiden.
Ist es der Geist, „the mind“ , das Gehirn es kann auch das meinende Selbst genannt werden, welcher wie ein Segel auf uns Selbst wirkt.
Ist es richtig gesetzt, unterstützt es uns auf unserer Lebensfahrt, wird es jedoch vom Wind der Geschehnisse hin und her geworfen, so sind wir ihm und damit dem Verlauf der Dinge um uns herum ausgeliefert.
Aus dieser Sichtweise ist Yoga entstanden und nennen es ein System welches das Verhältnis zwischen dem meinenden Selbst und dem tiefsten sehenden Kern unseres Selbst studiert und uns methodisch dahin führt, die Segel selbst in die Hand zu nehmen und das für uns wesentliche Ziel anzusteuern und zu erreichen.
Yoga heisst auch „ Die Zügel selbst in die Hand nehmen“.
Yoga ist in Indien seit 3500 Jahren bekannt im Verlauf der Entwicklung des Yoga, trat an die Stelle der äusseren Askese die Meditation, welche das eigentliche Selbst des Menschen ausmacht und in welchem Zusammenhang es mit dem kosmischen Selbst steht.
Der körperbezogene Übungsweg des Hata-Yogas entwickelte sich ca. im 8 Jhd. das ursprüngliche Ziel war es dem Übendem die Begegnung mit Gott zu ermöglichen. Durch das Üben erfahren sie, dass sie von Lebensenergie(Prana) durchströmt sind, ihr Körper ein Wunderwerk ist, der inspirierende Atem von Gott kommt und sie mit ihm verbindet, indem sie das Schwingen und pulsieren des Atems und Lebensenergie wahrnehmen.
Das moderne Yoga heute setzt sich wieder mehr dem Aspekt der Selbstfindung, Selbstverwirklichung und Spiritualität durch, gleichzeitig wurden die Körperübungen immer weiter verfeinert um verschieden therapeutischen Ansprüchen zu genügen, um den Grundgedanke des Yoga mit einer Vielzahl anderer neuer Körpertechniken wie Streching, Feldenkreis, Alexandertechnik, Pilates oder der Rückenschule zu verbinden.
Die wichtigsten Traditionslinien die heute den Yoga bestimmen:

Iyengar- Yoga: Kraftvoller, körperorientierter-indischer Stil ; bedingt geeignet für reine Anfänger ,Menschen mit ernsthaften körperlichen Probleme finden guten Einzelunterricht
Ashtanga-Yoga:sehr kraftvoller körperorient. Indischer Stil, dynamisch, strukturiert und doch meditative Körperpraxis
Yoga der Energie: angepasst an die Möglichkeit und Bedürfnisse westlicher Menschen, kraftvolles Hatha-Yoga Einbezug aller Techniken (Atmung, Konzentration, Meditation, Mantra-Singen)
Vini-Yoga: Verbindung von Hatha-Yoga und der Philo. Von Patanjalis, oft therapeutisch ausgerichtet, an Bedürfnissen der Übenden orientiert, auch für Menschen mit gesundheitlichen Problem.
Sivananda-Yoga: klassischer Hatha-Yoga indischer Stil,Philosophie (Vedanta), Meditation & Ernährungslehre, geeignet für gesunde Menschen mit guten Körpergefühl
Kundalini-Yoga: klassischer Hatha-Yoga indischer Stil, intensive Körper- & Atemübungen, Ernährungslehre & Lebensführung , geeignet für körperlich & seelisch gesunde Menschen
Kriya-Yoga: bekanntester Vertreter Yogananda, Körper & Atemübungen, Meditation & Geistige Schulung im indischen Stil.
Integraler Yoga: hauptsächlich geistiger Weg, der Selbsterfahrung & Meditation im Mittelpunkt.
Patanjali: gilt als Verfasser des Yoga-Sutras (Leitfaden des Yoga) eines der wichtigsten Grundlagentexte des sogenannten klassischen Yoga.


Philosophie und eigener Bezug
  

Der wahre Kämpfer ist auch in einer Niederlage siegreich, denn er versteht das Mass seiner Unvollkommenheit und strebt nach Vollendung“ Zitat eines Shaolin Mönch 11.Jht.
Dieses Zitat zeigt eine Denk- und Handlungsweise auf, welche auch im Yoga und in weisen Schriften aus Ost und West aufgezeigt und gelehrt wird.
Rudolf Steiner zeigt auf, dass der Ratio (Denken) und der Glauben (Gefühl) nicht zum Kern seiner Selbst des Menschen führt, sondern lediglich ein Teil (Instrument ) zum ganzheitlichen Denken und Selbsterfahrung ist.
Meditation als wirksames Instrument wird in jeder seriösen geistigen Schulung als unabdingbares Mittel gutgeheissen, für Menschen , welche auf der Suche nach Ihrem wahren Kern sich befinden , ihren Weg beschreiten wollen und ihr Ziel erreichen wollen.
Die wunderbare Feststellung/Idee von R.Steiner: bevor alles andere Begriffen werden kann, muss das Denken begriffen werden.“
Das findet sich auch in den Yoga-Sutren von Patanjali und weiteren weisen Menschheitslehrer und scheint wohl eine geistige Gesetzmässigkeit zu sein,
welche für alle Menschen im Grundsatz bindend ist. Genau so wie die physische Gesetzmässigkeit, dass ein reifer Apfel vom Baum auf den Boden und nicht zum Himmel fällt.

Bewusstseinsentfaltung ist Ziel des Yoga und der Kampfkünste, das erkennen seiner Selbst mittels körperlichem und geistigem Üben mit der richtigen Absicht (Motivation), das Verstehen & Wichtigem von Unwichtigem erkennen (Verstand) die Erlebnisfähigkeit üben (Gefühl). Die Wirkung des eigenen Erleben der physisch/geistigen Gesetzmässigkeiten, bringt den Menschen näher zuWohlbefinden, Heilung, Frieden, Transformation.
Ist eine Philosophie im täglichen Leben nicht anwendbar, ist es ein theoretische, eine tote Philosophie und es stellt sich die Frage, ob wir unsere Zeit damit verbringen sollten.

  

Wichtige Prinzipien vom Ayur-Yoga

  
Ayur-Yoga ist ein fundierter, praxisbezogener  Yoga-Weg nach der Tradition von Krishnamacharaya, indem die Verbindung von Körper, Atem und Geist im Mittelpunkt steht. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Anpassung an den individuellen Menschen in einer zeitgemässen & ganzheitlichen Yogapraxis gelegt.

Das innere & äussere Gleichgewicht der Praktizierenden und die daraus resultierende Harmonie, bedarf ein richtiges Mass an Anpassung an den übenden Menschen, bzgl. innerer Haltung, Kraft & Flexibilität und bewusstes Atmen, d.h. üben mit der richtigen Absicht , was wir als Kunst der glücklichen Anstrengung bezeichnen, keine Überforderung noch Unterforderung.

Der Atem führt die Bewegung, bewusstes einsetzen der Atmung in Asanas (Stellungen/Haltungen), dem Übenden soll die Atmung auch als Resonanz/Feedback gewahr werden, erfühlt werden.

Die Verbindung mit Ayurveda (d.h. Wissen vom Leben, eine tradi. indische Heilkunst) vertieft das Bewusstsein über das Leben als Einheit von Körper, Sinnen, Verstand und Seele als Ganzheit. Das höhere Ziel von Ayur-Yoga ist die Vermeidung von ernsthaften Krankheiten, die Bemühung um richtige Ernährung und Lebensweise, sowie das Ziel ungesunde Gewohnheiten aufzugeben.
  


Integration von Anatomiewissen im Yogaunterricht

  
Der weise Vater des Yogas, Patanjali, sagt, dass die Meisterschaft Wissenschaftund Kunst in sich vereine. Wissenschaftliche Kenntnisse sind wie Farben auf einer Palette; je umfassender die Kenntnisse, umso mehr Farben sind verfügbar. Der Körper ist die Leinwand und die Asanas die Kunst , die wir erschaffen.Das Prinzip des Ayur-Yoga folgt dieser Erkenntnis und passt sich dem Übendenan, bzw. der verantwortungsbewusste „Yoga-Lehrer“ ist unter anderem in der Pflicht grundlegende Anatomiekenntnisse zu besitzen, zu verstehen und weiter geben zu können.
Der zentrale Energiekanal, Rückenmark, des Körpers (Yoga: Sushuma Nadi) wird von der Wirbelsäule geschützt und umschlossen und ist Grundlage aller Asanas.
Des Weiteren verbinden uns die Füsse mit der Erde und die Arme und Sinne mit unseren Mitmenschen.

Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder interagieren miteinander, darum ist darauf zu achten, dass der vorgesehene Spielraum eingehalten wird um Verletzungen und degenerative Gelenkserkrankungen vorzubeugen bzw. zu vermeiden.
Die Übungen werden individuell dem Übenden angepasst. Adern und Lymphgefäss befinden sich im Bindegewebe und besitzen Ventilklappen zu grösseren Zentralgefässen auf diesem Weg gelangen Toxine
zur Entgiftung in die Lymphknoten und Entgiftungsorganen z. Bsp. Leber. Durch Dehnübungen wie Yoga-Asanas werden sensible Nerven, welche in denFazien, dünnes Bindegewebe , welches Muskeln & Organe überzieht stimuliert und können energetische & emotionelle Blockaden lösen.

Die Atemtechniken/-übungen des Yogas sollen die Lebensenergie zum fliessen bringen um so eine Verbindung zwischen Bewusstsein/Unterbewusstsein, Geist und Instinkten zu schaffen.
Bsp. Ujjayi ( oder Feuer) Atmung > Verwirbelung der Luft , bringt sie in tiefere Teile des Atemtrakts, sie wirkt energetisierend & belebend > Basis Pranayama .

Bandahs sind „Verschlüsse“ , entstehen durch Muskelkontraktion > Stimulation von Nervenimpulsen und energetisieren die Chakren.
Die 7 Chakren sind körpereigene Energiezentren , welche innerhalb von stark elektrisch aktiven Nervengeflechten liegen.
Defensive, negative Reize können den Energiefluss in den Chakren blockieren, durch Yoga lassen sich solche Blockaden lösen und neue Energie wird zugeführt.

Bsp. Die Kundalini Vital-Energie welche ihrem Sitz im untersten Chakra hat, lässt sich mit einem heftigen belebenden Stromstoss vergleichen und erfordert sorgfältige Vorbereitung.
Yoga ist dafür hervorragend geeignet !


Schlusswort:

Die hier beschriebene Ayur-Yogapraxis wird an die Menschen individuell angepasst, Voraussetzung ist ein ausführliches Gespräch und einer Anamnese damit ein angepasstes Yogaprogramm erstellt werden kann, welches die Möglichkeit bietet, dass das Üben des Yoga den Menschen unterstützt um sich wirksam selbst zu helfen.
Die innere Haltung ist massgeblich für die Wirkungskraft des Yoga auf den Übenden und auf dessen Alltag, die Verantwortung liegt also beim Menschen selbst.
Durch vielfältige Übungen für Körper, Atem & Geist biete uns Yoga/Yogatherapie besondere Möglichkeiten, Ruhe und Klarheit wiederzufinden und uns selbst und unsere Umwelt klarer wahrzunehmen.
Kompetent und fundiert geführte Yogastunden erfüllen nach meiner Meinung einfühlsam die Anforderungen des heutigen Zeitgeistes, wie Yoga praktiziert und für den individuellen Übenden von Nutzen sein kann. Keine starren Theorien , sondern gelebtes & lebendiges Yoga !

Vielen Dank!

Thomas Aebischer


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